Glücksspiel : Poker und Skat im Vergleich

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Mai 29, 2008
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Rheinland-Pfalz und Sachsen haben Pokertuniere schon komplett dicht gemacht und in Hamburg kann man sich nicht entscheiden. Aber in Hessen, Baden-Württemberg und vielleicht auch dem Saarland wird es sich bald ausgepokert haben. Denn die Ministerien machen Ernst.
Für Pokerturniere außerhalb der staatlichen Casinos wird es immer enger. Denn nach dem Beispiel von Rheinland-Pfalz, wollen nun auch Hessen und Baden-Württemberg Sachpreisturniere unterbinden. Im Saarland wird sich der Innenausschuss des Landtages in nächster Zeit genauer mit den Turnieren befassen und dann entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht.

Hessen und Baden-Württemberg folgen der Ansicht des Ministeriums von Rheinland-Pfalz. Poker ist ein Glücksspiel und die Jugend muss vor diesem geschützt werden. Turniere bis zu einem Eintrittsgeld von € 15 zu veranstalten, war bisher noch gestattet. In Hessen soll nun aber beschlossen werden, dass es auch strafbar ist, ohne Geldeinsatz ein Pokerturnier zu veranstalten. Denn Poker ist Glücksspiel und darf deshalb nur in einem staatlichen Casino gespielt werden und nur so sei ein entsprechender Jugendschutz gewährleistet. Auch Baden-Württemberg geht es um den Jugendschutz und will deshalb mit Rheinland-Pfalz gleichziehen.

Poker wird offenbar als schlimme Bedrohung der Jugend empfunden. Der Glücksspiel-Staatsvertrag vom 1. Januar 2008 bildet die Grundlage. Und alle Länder berufen sich nun auf den Jugendschutz und die Spielsuchtprävention.
Verharmlosen sollte man die Gefahr der Spielsucht auf keinen Fall. Doch wie viele Studien müssen noch gemacht werden, bis auch die Politiker eingesehen haben, dass Poker weit weniger süchtig macht als Roulette oder das Automatenspiel.
Man will angeblich Jugendliche davor bewahren, in die Spielsucht abzugleiten, weil Pokern ein Glücksspiel sei. Aber warum bleiben die allerorten und zahlreich stattfindenden Skatturniere weiterhin erlaubt. Ist beim Skat der Glücksfaktor wirklich geringer als beim Pokern?

Beides sind Kartenspiele (wie auch Romme, Doppelkopf, etc.) und es kommt immer darauf an, welche Karten man bekommt. Und das ist immer und bei jedem Kartenspiel reine Glückssache. Aber was man dann aus seinen Karten macht, ist die Geschicklichkeit und das eigene Können. Auch hier unterscheiden sich Skat und Poker nicht wirklich.Wer glaubt, Poker sei ein reines Glücksspiel sollte sich mal die Poker-Runden im DSF anschauen, wenn Neulinge gegen erfahrene Profis antreten. in 95 Prozent der Fälle gewinnt der Profi. Das hat nichts mit Glück zu tun.Oder?

Kategorie: News, geschrieben von John Poker

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