Nach der Auskunft des „Verbandes zur Förderung des deutschen Pokerspiels“, gibt es In Deutschland ca. 4000 Veranstalter von Poker. Doch jetzt droht das Aus in vielen Bundesländern.
Das erste Bundesland war Rheinland-Pfalz, welches Pokerturniere vor wenigen Tagen komplett untersagte. Das Verbot gilt für alle Veranstaltungen, in denen eine Startgebühr oder ein Unkostenbeitrag für die Teilnahme verlangt wird. „Wir verbieten Pokern, weil es süchtig macht. Die Werbung für Pokerveranstaltungen ist ausserdem zunehmend auf Jugendliche abgestellt und die gelte es besonders zu schützen“, begründet Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) das Verbot.
Weitere Bundesländer wollen folgen, z.B. Baden-Württemberg hat bereits angekündigt, Pokerturniere komplett zu verbieten und das Veranstalten von Pokerspielen verstärkt als Straftatbestand zu verfolgen. In Nordrhein-Westfalen entschied das Verwaltungsgericht Münster, dass es Kommunen erlaubt sei, Pokerturniere zu unterbinden. Der Organisator einer Pokerliga hatte zunächst 15 Euro Gebühr verlangt, nach dem Verbot aber sein Konzept geändert und zu einer Spende aufgerufen. Doch auch derartige Charity-Turniere seisind nicht erlaubt, entschied jetzt das Gericht.
In Hamburg wird auch über eine Verschärfung der Bestimmungen nachgedacht. Sachsen hat bereits die Regelung, dass für Pokerturniere kein Startgeld mehr verlangt werden darf und Sachsen-Anhalt untersagte in einem Erlass vom April das Spielen um Sachpreise und die Teilnahmegebühr wurde auf maximal 25 Euro begrenzt.
In Hessen soll die strafrechtlich relevante Grenze für Startgelder von derzeit 15 Euro weiter gesenkt werden. Das Innenministerium wies darauf hin, dass es den Ordnungsbehörden jederzeit möglich sei, Pokerturniere zu verbieten, auch wenn es um kein Geld ginge. Als Rechtsgrundlage dient den Ländern der neue Glücksspielstaatsvertrag, der seit Anfang des Jahres gilt und in dem privates Glücksspiel (in Kneipen oder Online) generell untersagt wird.
Dass es bei den Verboten mehr um die Sicherung von staatlichen Einnahmen geht und weniger um den Schutz der Jugend, mutmaßen dagegen viele Pokerveranstalter. Denn man kann dort für 25 Euro sechs bis acht Stunden Spaß haben, in einem klassischen Live Casino, wird dies etwas schwieriger.





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